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Praxisbeispiel CNC-Dreh- und Frästechnik

am . Veröffentlicht in Presse

NEUE KAPITALSTRUKTUR für ein Unternehmen der Dreh- und Frästechnik

Franco Ottavio Mathias, Barbara Rottwinkel-Kröber, DER FineTrader, Hrsg.: DFT Deutsche Finetrading AG (www.dft-ag.de), 1/2016, S. 17 ff.

Erfolgreiche Gesamtfinanzierung eines kleinen und mittelständischen Unternehmens der CNC-Dreh- und Frästechnik bestehend aus Beteiligungen durch die HCM und Privatinvestoren sowie Partnerfinanzierungen bspw. über Finetrading.

Das inhabergeführte Traditionsunternehmen aus dem Bereich CNC-Dreh- und Frästechnik schaut auf eine lange Tradition zurück, die bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts reicht. Seitdem hat sich die Firma kontinuierlich zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Full-Service-Gesellschaft in der Dreh- und Frästechnik entwickelt.


Mit einem Jahresumsatz von ca. 10 Mio. Euro und 50 Mitarbeitern zählt es zu den führenden Unternehmen seiner Branche. In den letzten Jahren legte die CNC Dreh- und Frästechnik ein rasantes Wachstum hin. Das führte jedoch dazu, dass die Finanzstruktur nicht mehr passte.

Rechtzeitig erkannten die Gesellschafter den Handlungsbedarf und begannen, die Finanzierungsstruktur unter kurz- bis mittelfristigen Planungsgesichtspunkten umzubauen. Bislang war die Hausbank noch jeden Schritt mitgegangen. Nun aber will sie weitere Sicherheiten. Aufgrund des schnellen Wachstums sowie durch die drohende Kündigung einer bestehen Kreditlinie zeichen sich langfristige Liquiditätsschwierigkeiten sowie ein Finanzierungengpass ab. Es gibt Handlungsbedarf.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern definiert das Unternehmen zunächst seine langfristigen Ziele.

Diese Diskussion ist wichtig, denn die Kapitalstruktur fördert im Idealfall die Unternehmensziele und ist ihnen dienlich. Seine Ziele definiert das CNC Dreh- und Frästechnik Unternehmen wie folgt:

- Sicherung und der Ausbau der Markstellung
- Aktivierung von Unternehmenswerten
- Nutzung von Synergieeffekten
- Optimierung der Kostenstruktur
- Bessere Marktdurchdringung

Bei der Neustrukturierung der Kapitalsituation werden aktuelle Entwicklungen im Unternehmen sowie der potentielle Auftragsbestand in die Überlegung mit einbezogen. Um die positiven Tendenzen auch in finanzieller Hinsicht abdecken zu können, beschäftigt sich die Geschäftsleitung intensiv mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Bei der Realisierung einer neuen Kapitalstruktur werden viele wichtige, unterschiedliche Elemente alternativer Finanzierung umgesetzt:

a. Finetrading
Hinsichtlich seiner Lieferanten entscheidet sich das Unternehmen für den Einsatz von Finetrading. Der „Finetrader“ trifft in diesem Zusammenhang quasi als Zwischenhändler auf. Er kauft die Ware vom Lieferanten und verkauft sie umgehend an das Unternehmen weiter. Der Unterschied: der Finetrader räumt seinen Kunden ein längerfristiges Zahlungsziel von bis zu sechs Monaten ein. Damit erhält das Unternehmen zu relativ günstigen Konditionen einen ganz neuen Liquiditätsspielraum!

Außerdem beansprucht diese Form der Finanzierung keine Vermögenswerte als Kreditsicherheit. Hiermit kann das CNC Fräs- und Drehtechnik –Unternehmen kurzfristig seine Einkaufsseite deutlich optimieren und weiter absichern (z.B. durch das Ziehen von Skonti und Rabatten) ohne weitere Sicherheiten oder Vermögenswerte in Anspruch zu nehmen.

b. Ablösung der bestehenden Kreditlinien
Mit Unterstützung des Beratungsunternehmens werden als nächstes mit der Bank entsprechende Gespräche geführt. Dabei dreht sich alles um die Frage, unter welchen Umständen eine Ablösung der bestehenden Kreditlinie möglich ist. Während dieser Gespräche bemüht sich das Team der Beratungsgesellschaft, zusammen mit dem Unternehmen, um eine externe Finanzierung dieser Kreditablösung.

c. Externe Finanzierungspartner
Um eine Finanzierung der Kreditablösung möglich zu machen, wird ein Unternehmenskonzept mit einer ausführlichen Ertrags- und Liquiditätsplanung erstellt. Dieses wird ausgewählten Finanzierungspartner vorgestellt. Einer dieser potentiellen externen Partner, welcher Darlehen vergibt, kann schnell von diesem nachhaltigen Konzept überzeugt werden. Aber: Er macht seine positive Entscheidung von einer Forderung abhängig:

- Das Unternehmen, an dem sich der neue Finanzierungspartner beteiligt, muss seine Eigenkapitalquote signifikant erhöhen. Nach intensiven Verhandlungen (unter Federführung der Beratungsgesellschaft) mit den verschiedenen Parteien wird zügig ein Abschluss erzielt.

Neben der Reduzierung kurzfristiger Kreditforderungen kann durch die Einwerbung typischer stiller Beteiligungen und der damit verbundenen Verbesserung des Kreditratings beim neuen Darlehensgeber auch eine Verringerung des Kapitaldienstes erzielt werden. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt!

d. Stille Beteiligung
Die Beratungsgesellschaft erkennt während der Verhandlungen zudem selbst das Potential einer Investition in das Unternehmen. Sie sagt deshalb einen Großteil einer stillen Beteiligung über eine Kapitalbeteiligungsfirma sowie weiterer Investoren zu. Typisch stille Beteiligungen werden durch ihre Ausgestaltung vielfach als wirtschaftliches Eigenkapital bzw. Eigenkapital ersetzende Mittel angesehen und können dementsprechend auch bilanziell dem Eigenkapital zugerechnet werden. Somit kann auf diesem Wege die aufschiebende Bedingung des neuen Finanzpartners erfüllt und die damit verbundene Finanzierung abgeschlossen werden. Die Erfahrung zeigt, dass mit weiteren externen Investoren als stille Gesellschafter ein „Hebel“ für eine darauf aufbauende Fremdkapitalfinanzierung realisiert werden kann.

Mit Unterstützung der HCM, welche dem Unternehmen beratend zur Seite stand, wurden zudem mit der Bank entsprechende Gespräche geführt, unter welchen Umständen eine Ablösung der bestehenden Kreditlinie möglich wäre. Während dieser Gespräche bemühte sich die HCM zusammen mit dem Unternehmen um eine Finanzierung dieser Kreditablösung. Hierfür wurde zusammen mit dem Unternehmen ein Unternehmenskonzept mit einer ausführlichen Ertrags- und Liquiditätsplanung erstellt, welche ausgewählten Finanzierungspartner vorgestellt wurde. Ein Partner, welcher Darlehen vergibt, konnte in der Folgezeit von diesem Konzept überzeugt werden, jedoch nur unter der Prämisse, dass die bisherige Hausbank auf einen Teil Ihrer Forderung verzichtet und das Unternehmen seine Eigenkapitalquote signifikant erhöht. Nach intensiven Verhandlungen unter Federführung der HCM mit den verschiedenen Parteien konnte ein für das Unternehmen überlebensnotwendiger Abschluss unter den vorgenannten Bedingungen erzielt werden. Neben der Reduzierung kurzfristiger Kreditforderungen konnte durch die Einwerbung typisch stiller Beteiligungen und der damit verbundenen Verbesserung des Kreditratings beim neuen Darlehensgeber auch eine Verringerung des Kapitaldienstes erzielt werden.

Das wirtschaftliche Ziel

Durch die Zuführung einer oder mehrerer Beteiligungen kann somit eine komfortable Eigenkapitalsituation erzielt werden, welche die Unabhängigkeit der Unternehmen erhöht und damit auch die Risikoempfindlichkeit minimiert, was insbesondere aktuell wichtig ist. Durch den Mix der angewandten alternativen Finanzierungsmethoden konnte sich das Unternehmen somit nachhaltig neu und wirtschaftlich sehr gesund aufstellen. Mit dieser gesunden Finanzstruktur ist nun die Zukunft des Traditionsunternehmens bestens gesichert!

DER FineTRADER, 1/2016, S. 17ff. (ca. 165 KB)

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